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Selentherapie



Selen zählt zu den essentiellen Spurenelementen, ohne die der menschliche Körper seine grundlegenden Funktionen nicht erfüllen kann. Eine Unterversorgung mit Selen führt zu spezifischen Krankheitssymptomen.

Wozu braucht der Körper Selen?


Das Spurenelement Selen ist Bestandteil von mehr als 20 körpereigenen Eiweißverbindungen und – untereinheiten. Selen-abhängige Eiweiße bzw. Enzyme sind Glutathionperoxidasen, Iodthyronindeiodasen, Selenprotein P und Thioredoxinreduktasen. Sie erfüllen wichtige Aufgaben bei verschiedensten Zellvorgängen. Selen bzw. Selenoenzyme übernehmen Funktionen im Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel, wehren DNA-Schädigungen durch Radikale ab und modulieren den Redox-Status der Zelle. Vom bekanntesten dieser Enzyme, der Gluathion- Peroxidase, weiß man schon sehr lange, dass es der Zellschädigung entgegenwirkt. Selen und seine Verbindungen erfüllen wichtige oxidative Schutzfunktionen, indem sie als „Antioxidantien“ den Körper beim Kampf gegen gefährliche freie Sauerstoffradikale unterstützen. Nicht zuletzt für das Immunsystem des Körpers ist das Spurenelement Selen unverzichtbar.

 

Ein Selenmangel scheint in Zusammenhang zu stehen mit Muskeldystrophien, erhöhter Thrombosegefahr, vermehrtem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen und einer erhöhten Krebsinzidenz. Immer wieder wird daher die Wichtigkeit von Selen für die Primär- und Sekundärprävention moderner Zivilisationskrankheiten (z. B. Herz- und Kreislaufleiden), aber auch degenerativer Erkrankungen bis hin zu Krebsleiden hervorgehoben. Da Deutschland jedoch ebenso wie z. B. Finnland oder Neuseeland zu den Selenmangelländern zählt, werden adäquate Werte über die normale Mischkost (die Hauptmenge wird mit Fleisch aufgenommen) oft nicht erreicht. Eine Selenunterversorgung ist daher ein bundesweites Phänomen.

 

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