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Thymus(drüsen)-therapie



Die Thymustherapie ist Bestandteil der alternativen Medizin und gehört damit in den Komplex der naturheilkundlichen Therapieverfahren.

Die hinter dem Brustbein gelegene Thymusdrüse gilt als Steuerzentrale des Abwehrsystems.Sie produziert Helferzellen, die im Körper vorkommende schädliche Zellen, Viren und Bakterien, so zum Beispiel auch die Krebszellen, abtöten können. Die Größe der Thymusdrüse verändert sich im Laufe des Lebens. Bei Kindern ist sie etwa faustgroß und wird mit den Jahren zunehmend kleiner bei damit einhergehendem Verlust ihrer Funktionskraft. Eine nur gering funktionierende Thymusdrüse kann dementsprechend ihre Funktion nur noch unzulänglich übernehmen, was eine Schwächung des Immunsystems und eine höhere Anfälligkeit für Erkrankungen zur Folge haben kann.

Die in der Thymusdrüse vorkommenden Thymuspeptide lassen sich aus dem Thymus von jungen Kälbern herstellen und mittels Injektionen dem Körper zuführen.

Hierbei wird auf einen unterstützenden und rezidivvorbeugenden Effekt gesetzt z.B. bei Krebserkrankungen. Seit Mitte der 70er Jahre wurde die Wirksamkeit der Thymustherapie in 25 klinischen Studien an über 1600 Personen mit einer Krebserkrankung untersucht. Es wurde dabei festgestellt, dass die Verabreichung von Thymuspeptiden bei einigen Krebsformen, z.B. Brust- und Darmkrebs, das Immunsystem stärkt, die Lebensqualität verbessert, die Rezidivrate reduziert und dadurch das Leben verlängert.

Bei Rheuma und Arthrose sind die Abwehrzellen falsch programmiert und greifen körpereigene Eiweißstoffe an. Hierdurch entstehen chronische Entzündungen der Gelenke. Die Thymus-Therapie bekämpft diese Fehlreaktion des Immunsystems und lindert die Beschwerden.

Bei schweren Erkrankungen, vor allem in der Rekonvaleszenz, ist eine Thymus-Therapie zur Nachsorge geeignet. Sie stärkt das geschädigte Immunsystem und vermindert die Infektanfälligkeit. Dies ist vor allem sinnvoll, wenn die Abwehrkräfte durch andere erforderliche Dauertherapien zusätzlich geschwächt sind. Thymuspeptide lindern unerwünschte Nebenwirkungen von Behandlungen, die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wird deutlich verbessert.

Bei chronischen Infektionen und hierdurch geschwächtem Immunsystem mobilisiert die Thymus-Therapie die Abwehrkräfte gegen Viren, Bakterien und Pilze. Gerade wenn immer mehr Krankheitserreger gegen Antibiotica resistent werden, ist die Verbesserung der Abwehrlage durch eine Thymus-Therapie sehr wichtig.

Bei Allergien läuft häufig das Immunsystem Amok. Die Abwehrkräfte reagieren extrem. Eine Thymus-Therapie greift regulierend in das Immunsystem ein und bringt es wieder ins Gleichgewicht.

Bei Ekzemen und Hautkrankheiten, wie z. B. Neurodermitis wird angenommen, dass die Ursache dieser Erkrankung in einer Fehlsteuerung des Immunsystems liegt. Thymuspeptide bringen das Immunsystem wieder in die Balance und können so die Symptome lindern.

Wirkung der Thymuspeptide

Thymuspeptide beschleunigen bei schweren Krankheiten die Regeneration, vermindern Nebenwirkungen anderer erforderlicher medikamentöser und auch operativer Behandlungen und steigern die Lebensqualität. Bei chronischen Infektionen werden die Abwehrkräfte mobilisiert und der Körper wird durch die Thymuspeptide unterstützt, hartnäckige Krankheitserreger zu bekämpfen.

Der Umfang der Injektionsbehandlung ist abhängig vom individuellen Krankheitsgrad eines Patienten, sowie vom Zustand des Immunsystems. Üblicherweise wird die Thymustherapie zu Beginn mit 20 Injektionen eingeleitet, die einzeln mehrmals wöchentlich verabreicht werden. Im Anschluss daran werden etwa 1-2 auffrischende Injektionen pro Monat gegeben.

Bei dieser Therapieform handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGEL). Wenn Sie durch eine der oben erwähnten Krankheiten an einer Abwehrschwäche leiden, ist diese Behandlung sehr sinnvoll und effektiv.

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