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Tollwut



Rabies – Tollwut – ist eine tödlich verlaufende Infektionserkrankung, die durch das Rabiesvirus übertragen wird. Die Erkrankung wird meist durch einen Biss eines an Tollwut erkrankten Tieres verursacht.

In Deutschland wird eine vorsorgliche Impfung mit einem inaktivierten Virus zu drei Zeiten (0, 7.Tag, 21.Tag) empfohlen. Die Wirksamkeit beträgt fast 100 %. Die Wirkdauer beträgt circa 5 Jahre.

Wer und wann sollte geimpft werden?
• Tierärzte
• Jäger
• Forstpersonal
• Fledermausforscher
• Laborpersonal
• Rucksacktouristen in Gebiete mit hoher Tollwutgefährdung

Beim Laborpersonal empfiehlt sich eine Titerkontrolle – Blutuntersuchung auf vorhandene Antikörper – alle sechs Monate, um schnell mögliche Wirksamkeitsdefizite durch erneute Impfung auszuschließen.

Wer sollte nicht geimpft werden (je nach Impfstoff)?
• Personen mit einer Hühnereiweißallergie
• Schwangere
• Personen, die gerade eine Infektionskrankheit wie beispielsweise Influenza (Grippe) durchmachen
• Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten wie beispielsweise einer HIVInfektion

Nebenwirkungen/ Impfreaktionen
• Lokale Reaktionen wie Rötung und Schwellung um die Einstichstelle (25 %)
• Arthritis – Gelenkentzündung (6 %)
• Arthropathien – nicht-entzündliche Gelenkschmerzen (6 %)
• Angioödem – allergisch-bedingte Schwellung, vor allem im Bereich der Lippen

Die Postexpositionsprophylaxe wird nach folgendem Schema durchgeführt:

 

 

Grad der Exposition

Art der Exposition

 

Art der Prophylaxe

Durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier

Durch einen Tollwut-Impfstoffköder

 

 

 I

Berühren/Füttern von Tieren, Belecken der intakten Haut

Berühren von Impfstoffködern mit intakter Haut

Keine Impfung

 II

Knabbern an unbedeckter Haut, oberflächliche nicht blutende Kratzer, Belecken der nicht intakten Haut

Kontakt mit der Impfflüssigkeit eines beschädigten Köders mit nicht intakter Haut

Impfung

 III

jegliche Bissverletzung oder Kratzwunden, Kontamination von Schleimhäuten mit Speichel

Kontamination von Schleimhäuten und frischen Hautverletzungen mit der Impfflüssigkeit eines beschädigten Köders

Impfung und passive Immunisierung

·  Die Impfung wird dann an den Tagen 0 (Exposition), 3, 7, 14 und 28 durchgeführt.

·  Bei Expositionsgrad III wird am Tag 0 gleichzeitig eine passive Immunisierung mit humanem Tollwut-Immunglobulin – menschlichen Tollwutantikörpern – durchgeführt.

·  Des Weiteren muss immer auch eine intensive mechanische wie chemische Reinigung der Hautstelle/Wunde durchgeführt werden.

 

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