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Ernährung


Die LOGI-Methode



LOGI steht für Low Glycemic and Insulinemic Diet. Bei der Logi-Kost dreht sich alles um Fettverbrennung durch Senkung der Kohlenhydratzufuhr. Sie ist eine moderne Adaptation der Ur-Ernährung des Menschen. Sie ist relativ einfach umzusetzen, da sie im Grunde eine reine Lebensmittelempfehlung ist. LOGI erfordert weder die Berechnung von Kalorien, noch von Nährstoffrelationen oder das Einhalten strenger Diätphasen mit unterschiedlichen Nahrungsmitteln. Die LOGI-Methode ist eine Anleitung zur Gewichtung von Lebensmitteln und gibt eine gute Orientierung, von welchen Lebensmitteln man eher weniger und von welchen man dafür mehr essen sollte, um gesund, fit und schlank zu werden und zu bleiben.

Oberste Stufe
(nur ausnahmsweise)

Verarbeitetes Getreide (Weißmehl), Kartoffeln, Süßigkeiten

Dritte Stufe
(selten)

Vollkornprodukte, Nudeln, Reis

Zweite Stufe
(täglich)

Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte

Untere Stufe
(mehrmals täglich)

Obst und stärkefreies Gemüse, zubereitet mit gesundem Öl

Führende Ernährungsexperten sind inzwischen der Meinung, dass die herkömmliche Ernährungspyramide mit der breiten Basis aus Getreideprodukten, Kartoffeln und Reis eine Anleitung zu einer risikobehafteten Fehlernährung ist. Vielmehr sollte Obst und stärkefreies Gemüse in die breite Basis der Ernährungsgrundlage verschoben werden. Getreideprodukte aus raffiniertem Mehl (Weißmehl), Kartoffeln und Süßwaren sollten auf die Spitze positioniert werden. Die bisher auf der Basis befindlichen Vollkornprodukte verschieben sich bei der neuen Pyramide in die vorletzte Stufe. Dies soll veranschaulichen, dass der Schwerpunkt der Ernährung auf Kohlenhydrat-Quellen mit vergleichsweise niedrigem Glykämischen Index liegt. Eine stärkere Bedeutung gewinnen in der neuen Pyramide fettarme Eiweißlieferanten wie Fleisch, Geflügel und Fisch, indem sie auf die zweite Stufe neben Milchprodukten und Nüssen sowie Hülsenfrüchten platziert werden. Das sich bisher in der Spitze befindliche Fett bzw. Öl verschiebt sich zu Gemüse und Salaten.

Die LOGI-Methode ist beinahe eine Umkehrung der bislang gültigen Ernährungsempfehlungen. Auf dem Speiseplan stehen vor allem viel Gemüse, Salate, frische Früchte. Für den Gemüse- und Obst-Konsum gilt auch bei der LOGI-Methode die bekannte "Fünf am Tag"-Empfehlung. Allerdings sollte man dabei mindestens drei Portionen Gemüse verzehren, ergänzt durch zwei Portionen Obst pro Tag.

Stärkefreies bzw. stärkearmes Gemüse und Obst sind die Basis der Ernährung. Ideal sind beispielsweise die verschiedenen Beerensorten. Bei sehr süßen Früchten soll man allerdings eher nur kleine Portionen essen. Denn je süßer die Frucht, desto größere Mengen Zucker bzw. Kohlenhydrate können sie enthalten und so eine relativ hohe glykämische Last (GL) bewirken. Von Salaten und Gemüse kann man täglich so viel essen, wie man kann und will. Ideal, wenn dabei der Schwerpunkt auf den stärkearmen, ballaststoffreichen Vertretern aus dieser Lebensmittelgruppe liegt. Sie sättigen am besten, und da ihr glykämischer Index zudem äußerst niedrig ist, beeinflussen sie den Stoffwechsel in idealer Weise.
Ebenfalls wichtig sind reichlich eiweißhaltige Nahrung wie Fleisch, Geflügel und Fisch, Milchprodukte und Nüsse, Hülsenfrüchte sowie hochwertige Fette und Öle.
Dagegen gibt es Vollkornprodukte – die lange Zeit als Ernährungsbasis empfohlen wurden – bewusst nur in kleinen Mengen. Wenn überhaupt, dann in geringen Portionen empfohlen, sind Getreideprodukte aus raffiniertem Mehl (Weißmehl), Kartoffeln und Süßwaren. Je weniger man davon isst, desto besser wirkt sich das auf die Figur und auf eine lange Gesundheit aus.

Auch bei der LOGI-Methode liegt der Schwerpunkt eher auf eiweißbetonter Ernährung. Die Ursachen des Übergewichts sind jedoch bei jedem Menschen anders (falsche Ernährung, zuwenig Bewegung, psychische Probleme, falsche Gewohnheiten - und Kombinationen daraus). Eine der Hauptursachen für die Fettleibigkeit heutzutage ist allerdings die mangelnde Bewegung und das zu ändern, ist schwieriger als sich nur eiweißbetont zu ernähren.

Als Ernährungsmediziner kann ich nur jedem gesundheitsbewußten Menschen diese Form der Ernährung empfehlen. Besonders Diabetiker und Übergewichtige profitieren langfristig davon.

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